Wattenmeer-Schutz
Wattenmeer-Schutz

Droht der Elbe das gleiche Schicksal wie der Ems?

05.07.2017, Rettet das Cux-Watt

Die geplante Elbvertiefung ist der historisch größte Eingriff in die Tideelbe und dem Ästuar. Es sollen dreimal mehr Sedimente ausgehoben werden, als mit der letzten Elbvertiefung.

 

Schon die letzte Elbvertiefung hat tiefe Spuren hinterlassen, die sich durch veränderte Strömungsverhältnisse, einem höheren Schwebestoffgehalt in der Wassersäule, einer Abnahme des Sauerstoffgehalts in der Elbe und in ein kaum mehr zu bewältigendes Schlick-Aufkommen bis heute bemerkbar machen.

 

Ein Blick auf die Ems macht deutlich, wie dramatisch sich immer weitere Flussvertiefungen auf ein Ökosystem auswirken können. Die geplante Elbvertiefung bedroht aber nicht nur die Elbe und ihr einmaliges Ökosystem, sondern auch das größte zusammenhängende Wattenmeer der Welt. Die Nationalparks der Schleswig-Holsteinischen, Niedersächsischen und Hamburgischen Wattenmeere stehen nicht nur unter nationalem Schutz, sondern sind auch als UNESCO-Weltnaturerbe von internationaler Bedeutung. Soll das alles für ein fragwürdiges wirtschaftliches Ziel aufs Spiel gesetzt werden?

 

Wer übernimmt die Verantwortung, wenn sich die Befürchtungen der Umweltverbände und ihrer Sachverständigen bewahrheiten? Das Bundesverkehrsministerium? Das Bundesumweltamt? Oder die zustimmenden Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen? Wer möchte für die nachfolgenden Generationen als Hauptverantwortlicher seinen Namen in das Geschichtsbuch schreiben?

Kontakt

Tanja Schlampp 

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email: Tanja.Schlampp@wattenmeer-schutz.de