Wattenmeer-Schutz Cuxhaven
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30.11.2018 CN-Serie Teil 2: Wie belastet ist der Schlick?

Cuxhaven, 30.11.2018

 

Hier ein paar Kernaussagen aus dem Artikel und dazu kurze Anmerkungen:

 

"Watt-Initiative befürchtet Zunahme von Schadstoffen im Watt durch Verklappungen in der Elbmündung. Geht die Erhaltung der Schiffbarkeit auf Kosten des Weltnaturerbes Watt? Im zweiten Teil der sechsteiligen CN/NEZ-Serie über die Verschlickung des Cuxhavener Watts, ihre Ursachen und mögliche Folgen geht es um Schadstoffe in den vor Cuxhaven verklappten und möglicherweise ins Watt verdriftenden Schadstoffen, die sich in dem Sediment befinden. Die Bürgerinitiative „Rettet das Cux-Watt“ spricht von besorgniserregenden Werten. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Cuxhaven hält dagegen. Die gemessenen Werte seien unbedenklich, zudem seien die im Watt vorhandenen Schadstoffe gar nicht auf die Schlickbaggerei in der Elbe zurückzuführen."

 

"Baggerschlick ist mit einer Vielzahl an Schadstoffen belastet."

 

"Zu den Stoffen zählen unter anderem Blei, Cadmium, Kupfer, Quecksilber, Zink, Phosphor und Stickstoff. Hinzu kommen chemische Verbindungen aus dem schon 1977 verbotenen berüchtigten Insektizid DDT aber auch der seit 1981 verbotene hochgiftige Pflanzenschutzwirkstoff Hexachlorbenzol (HCB)."

 

"An den Baggerstellen flussaufwärts, etwa vor Brunsbüttel, am Osteriff und noch stärker bei Wedel, Lühesand und Juelssand ist laut Studie der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) die Konzentration dieser Stoffe im Sediment deutlich stärker als im Küstenbereich."

 

"Einige der im Baggergut enthaltenen Stoffe können sich in Organsimen anreichern und ökotoxikologische (schädliche) Wirkungen entfalten."

 

"Die Verklappung von Baggerschlick im Mündungstrichter der Elbe kann zu einer verstärkten Schadstoffbelastung des Watts vor Cuxhaven beitragen." Tanja Schlampp (Rettet das Cux-Watt)

 

"Laut Analyse des "genetischen Fingerprints" des Duhner Watts durch das Alfred Wegener-Instituts stammt das Material nicht vom Baggergut aus der Tideelbe." Leiter Bernhard Meyer (WSA)

 

Das Gegenteil hat das Alfred Wegener-Institut in der Studie zum genetischen Fingerprint bewiesen. Die Bakterien aus der Trübungszone der Elbmündung stimmen mit den Bakterien der Schlickproben aus dem Duhner Watt überein. Das heißt, es gibt einen Beweis dafür, dass sich die Trübstoffe aus den Verklappungsfahnen bei Neuer Lüchtergrund (zwischen Cuxhaven und Neuwerk) auf das Cuxhavener Watt absetzen.Mehr Informationen zum Genetischer Fingerprint hier.

 

Auch interessant: Der Leserbrief von Norbert Welker zu den knapp 100 Direkteinleitungen in die Elbe.

 

Tipp: Artikel als PDF herunterladen für bestmögliche Lesequalität!

 

 

CN-Serie Teil 2: Wie belastet ist der Schlick?

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