Wattenmeer-Schutz
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Baggern in der Elbe sofort einstellen

Ulrich Rohde in CN-Online vom 07.07.2019

Cuxhavens Grüne schließen sich der Forderung von mehreren Umweltverbänden nach einem sofortigen vorläufigen Baggerstopp im Zuge der Ausbauarbeiten für die Elbvertiefung an.

 

Auszug aus dem CN-Beitrag:

 

+++ Die Elbvertiefung werde zudem dazu führen, dass die regelmäßigen Fahrrinnen-Baggerungen noch mal deutlich zunehmen. Hamburg bereite bereits Anträge für neue Verklappungen von Hafenschlick in der ausschließlichen Wirtschaftszone hinter Helgoland vor, die den Gesamtzustand der Nordsee weiter belasten könne. Ein Verzicht auf die Elbvertiefung könne Kosten und Umweltschäden deutlich minimieren, so die Grünen, und der Hamburger Hafen bleibe weiterhin für fast jedes Schiff erreichbar. +++

 

+++ Unterdessen hat die Bürgerinitiative "Rettet das Cux-Watt" dem Ministerialdirigenten im niedersächsischen Umweltministerium, Rudolf Gade, zugesandt. Darin wird er gebeten, Auskunft über ein Einvernehmensgespräch im Juni zwischen Ministerium und Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes als Vorhabenträger der Elbvertiefung zu geben. In dem Gespräch soll es um die Baggergutverklappung in der Elbmündung am "Neuen Lüchtergrund" gegangen sein. Ein Thema waren dabei alternative Unterbringungsstellen zum Verklappungsgebiet vor Cuxhaven. +++

 

+++ In jedem Fall sei diese Vorgehensweise unerlaubt. Es könne nicht hingenommen werden, dass entgegen der Festlegungen weiterhin am "Neuen Lüchtergrund" Schluff und Schlick verklappt würden. Das Umweltministerium wird zudem aufgefordert, seinen Einfluss geltend zu machen, damit die Verklappungen von Schluff aus dem Hamburger Bereich vor Cuxhaven beendet werden. +++

Baggern in der Elbe sofort einstellen

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Aus Cuxhavener Sicht sei die Verklappungsstelle beim "Neuen Lüchtergrund" kurz vor Neuwerk besonders besorgniserregend. Dort sollen ab 2020 zusätzlich über 12 Millionen Kubikmeter Baggerschlick - davon gut vier Millionen Kubikmeter aus der elbvertiefung - auf rund drei Quadratkilometer Fläche aufgefüllt werden.
Es sei noch völlig ungewiss, welche Folgen diese Mengen für das Weltnaturerbe Wattenmeer haben werden, so die Grünen. Sie befürchten, dass die bereits beobachteten Verschlickungen im Watt erheblich zunehmen könnten. Dadurch würde nicht nur der Naturerbe-Status infrage gestellt, auch der Tourismus an der Elbmündung könne großen Schaden nehmen.

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Scheldt River im Juli 2019 bei der Kugelbake vor Cuxhaven.

Foto: Peter Roland

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