Wattenmeer-Schutz Cuxhaven
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CN, 14.01.2019 Ein Freibrief für Baggerungen

Naturschutzbund hält Begründung zur Elbvertiefung für irreführend / Hafenwirtschaft sägt am EU-Wasserrecht.

 

Hier ein paar Kernaussagen aus dem Artikel:

 

+++ Derweil hat der Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehäfenbetriebe (ZDS), Frank Dreeke, die EU-Wasserrahmenrichtlinie als größten Hemmschuh für die Hafenentwicklung ausgemacht und gefordert, das Wasserrecht in Europa im Sinne der Wirtschaft zu reformieren. +++

 

+++ Hamburgs BUND-Chef Manfred Braasch spricht von einem "Frontalangriff" auf das EU-Wasserrecht. Der ZDS verlange "einen Freibrief für die Baggerungen, die gerade an der Tideelbezunehmend zum ökologischen Problem werden". +++

 

+++ Die prognostizierte Umschlagsentwicklung im Hamburger Hafen war eine der wesentlichen Grundlagen für die Begründung des Vorhabens Elbvertiefung. +++

 

+++ Danach sollte der Hamburger Hafen 2017 mit einem Standard-Containerumschlag von 19,3 Millionen Standardcontainereinheiten (TEU) (Planco) beziehungsweise 15,3 Millionen TEU (Franzius) rechnen können. Tatsächlich waren es 2017 lediglich 8,9 Millionen TEU, eine Million weniger als im Jahr 2007. +++

 

+++ Der Nabu hat kürzlich den Bundesverkehrsminister und den Maritimen Koordinator der Bundesregierung, den Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann, um Stellungnahme zu den verfehlten Umschlagsprognosen gebeten. Die Antwort lautete: "Die auf der Basis der Verkehrsprognose 2030 nach der aktuellen BVWP-Methode durchgeführte Aktualisierung der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Elbvertiefung bestätigt die volkswirtschaftliche Rentabilität der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe." +++

 

+++ Bundesverkehrsminister Scheuer bekräftigt: "Bis zum Jahr 2030 ist gemäß den Ergebnissen der Seeverkehrsprognose im Hamburger Hafen ein Anstieg auf knapp 16,4 Mio. TEUs zu erwarten." +++

 

+++ Das Bundesverkehrsministerium rechnet für Hamburg unverdrossen mit einer Verdoppelung der Umschlagszahlen in den nächsten zwölf Jahren, während sie in den elf Jahren zuvor gesunken waren. Der Nabu hält diese Voraussagen für abenteuerlich. +++

 

Kontakt

Tanja Schlampp 

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