Wattenmeer-Schutz Cuxhaven
 Wattenmeer-SchutzCuxhaven

CN, 29. Juni 2019: "Verheerende Folgen für Natur"

Umweltverbände wollen Elbvertiefung doch noch stoppen / Schutzstatus des Wattenmeers infrage gestellt

Von Ulrich Rohde

Auszüge aus dem Artikel der Cuxhavener Nachrichten:

 

+++ 150 kg tote Elbfische kübelten Umweltschützer am Donnerstag vor den Sitz der Hamburger Wirtschaftsbehörde. Das Bündnis "Lebendige Tideelbe" aus BUND, Nabu und WWF fordert die Aussetzung der anstehenden Baggerarbeiten für die Elbvertiefung. +++

 

+++ Während in der Elbe massenhaft die Fische sterben, hält die Wirtschaftsbehörde unbeirrt an ihrem Plan fest, in Kürze mit den Baggerarbeiten zu beginnen +++ Manfred Braasch, BUND Hamburg

 

+++ Die Aktion ist nicht die Einzige, die sich derzeit gegen den weiteren Ausbau des Flusses richtet. Der Nabu, die Schutzstation Wattenmeer, der Verein Jordsand und das Bündnis Naturschutz in Dithmarschen haben sich in einen Brief an die Unesco in Paris gewandt, um die deutschen Behörden an ihre Verpflichtungen hinsichtlich des gerade zehn Jahre bestehenden Schutzstatus des Wattenmeers als Weltnaturerbe zu erinnern. +++

 

+++ Durch das Großprojekt Elbvertiefung und seine drastischen Folgen für die Natur werde der Unesco-Welterbe-Status des Wattenmeeres massiv gefährdet. +++

 

+++ Parallel zu den Initiativen läuft eine von der Cuxhavener Umweltschützerin Tanja Schlampp initiierte Petition im Bundestag gegen die Elbvertiefung und Schlickverklappungen am Nationalpark Wattenmeer, die inzwischen von etwa 50 Organisationen mitgetragen wird. +++

 

+++ Auf 378 Hektar ist ein Schlickverklappungsgebiet östlich der Fahrrinne zwischen Kugelbake und Neuwerk am Neuen Lüchtergrund geplant. Hier sollen bis zu 15 Mio. Kubikmeter Schlick jährlich aus der  Unterhaltungsbaggerei sowie aus der Elbvertiefung über einen Zeitraum von zwei Jahren - etwa 12,5 Mio. Kubikmeter Aushub -, gelagert werden +++

 

+++ Es sei höchst wahrscheinlich, dass sich Sedimente aus den Verklappungen auf dem Watt vor Cuxhaven ablagern werden. +++

 

+++ Ein weiterer Brennpunkt für das Elbe-Baggergut dürfte in zwei Jahren die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) nordwestlich von Helgoland werden. Das Antragsverfahren ist seitens des Hamburger Senats in Arbeit. +++

 

+++ Damit dürfte dann die Nordsee auf ewig zur Müllkippe für Hamburg werden +++ Klaus Schroh, Nabu Cuxhaven

Kontakt

Tanja Schlampp 

Döser Feldweg 195

27476 Cuxhaven

Telefon: 04721-39 86 46

mobil: 0177-86 48 396

email: Tanja.Schlampp@wattenmeer-schutz.de